Zertifizierung

Die St.Gallischen Psychiatrie-Dienste Süd wurden Ende November 2010 durch externe Auditoren nach ISO 9001:2008 (Internationaler Standard für Qualitätsmanagement- systeme) geprüft und erfolgreich zertifiziert. Das Ergebnis unterstreicht den hohen Stellenwert eines konsequenten Qualitäts- und Prozessmanagements an vier Standorten.

Ziel ist einerseits, Innovationskraft zu stärken und die Effizienz zu erhöhen und andererseits die nachhaltig hohe Patientenzufriedenheit. Zudem soll eine spürbare Wirkung auf die Qualität unserer Arbeit mit unseren Partnern im Gesundheits- und Wirtschaftssystem und in fachlichen Projekten und Kooperationen erfolgen.

Mit der Definition der Prozessarchitektur im 2009 mit ihren vier Prozessfamilien (Führungsprozesse, Personalprozesse, Leistungsprozesse, Unterstützungsprozesse) und siebzehn Geschäftsprozessen wurde die erste grobe Übersicht über unsere Prozessstruktur geschaffen. Für jeden der siebzehn Geschäftsprozesse wurde im Sinne einer konsequent prozessorientierten Projektorganisation ein interdisziplinäres Prozessteam gebildet. Diese Teams begannen anschliessend ihren Geschäftsprozess in Form eines Prozesssteckbriefes näher zu beschreiben (Prozessziel und -inhalt) und gegenüber anderen Prozessen abzugrenzen und zu verknüpfen (Input/Output).

Durch diesen Arbeitsschritt wurden die hohe Vernetzung und die gegenseitigen Abhängigkeiten unter den Geschäftsprozessen sichtbar und die Teilprozesse kristallisierten sich heraus. Auf der Grundlage der Prozesssteckbriefe begann die Projektleitung mit der grafischen Darstellung der Prozesse in Form von Flussdiagrammen. Für die Prozessteams startete die arbeitsintensivste Phase des Projektes: Die Sammlung und Aufarbeitung prozessrelevanter Dokumente (Konzepte, Richtlinien, Formulare, Checklisten). In einer Gesamtdokumentation mit rund 1000 Dokumenten und mit Hilfe einer speziellen Prozess-Visiualisierungs-Software gestaltet, steht das Prozessmanagement-System allen Mitarbeitenden der Psychiatrie-Dienste Süd seit 1. Mai 2010 zur Verfügung.

Hinter jedem der siebzehn geführten Prozesse ist ein sogenannter Prozesseigner definiert, der mit beratendem und insistierendem Funktionscharakter die Umsetzung und Weiterentwicklung des Prozess-management-Systems sicherstellt. Sie sind verantwortlich für das geschäftseinheitsübergreifende Funktionieren und die ständige Verbesserung ihres Geschäftsprozesses.

Die Schulung aller Mitarbeitenden erfolgte Mitte 2010 durch die Prozesseigner und die Power-User (Hauptnutzer). Im Anschluss daran wurde durch ein internes Auditorenteam der Umsetzungsgrad der neuen Prozessvorgaben verifiziert und Systemoptimierungs-Potential ermittelt und verbessert.

Prozessarchitektur
Prozesssteckbrief